Rauchmelder

Seit dem 01.01.2016 sind Rauchmelder in Wohnungen und Wohnhäusern in Niedersachsen Pflicht. Schlaf- und Kinderzimmer, sowie Flure, die auch als Rettungsweg dienen, müssen jeweils über einen funktionstüchtigen Rauchmelder verfügen.

Liegt eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit vor, kann diese Person im Notfall aber keinen normalen Rauchmelder wahrnehmen, da das Warnsignal in einer zwar sehr lauten, aber recht hohen Frequenz ertönt.

Das Bundessozialgericht hat mit seinem Urteil (B 3 KR 8/13 R) vom 18.06.2014 entschieden, dass Krankenversicherungen bei hörgeschädigten Versicherten die Kosten ersetzen müssen, die ein Spezialrauchmelder in der Anschaffung verursacht. Vor allem Gehörlose seien stark auf spezielle Rauchmelder angewiesen, weil sie warnende Geräusche in einer Gefahrensituation nicht wahrnehmen können. Die Rechtsgrundlage für die Kostenübernahme für das Hilfsmittel bildet § 33 SGB V.

Spezialrauchmelder sind über Funk an einen Blitzlichtwecker angeschlossen, welcher im Gefahrenfall ein starkes, schnelles Blitzlicht auslöst. Der Körper nimmt das Licht sogar durch die geschlossenen Augenlider war. Zusätzlich gibt es auch Vibrationskissen, die der Anwender unter sein Kopfkissen legt. Löst der Rauchmelder aus, vibriert das Kopfkissen und der Anwender erwacht.

Die Krankenkassen sind verpflichtet bis zu 3 Rauchmelder (ja nach Raumsituation), sowie den Blitzlichtwecker und das Vibrationskissen zu bezahlen, wenn die Indikation einer an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit erfüllt ist.

Wir von Hörakustik Nessel beraten Sie gerne bei der Auswahl der richtigen Geräte, damit Sie wieder beruhigt schlafen können.